Logo Augustuskopf Rechteckige Brunnenreste aus Holz

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung erfolgte über Gräben und Leitungen. In der Mitte der beiden Straßen verlief je ein bis zu 1,2 m tiefer und 1,7 m breiter Graben, die im Zentrum durch einen flachen Überlauf miteinander verbunden waren. Der Ost-West verlaufende Graben war bereits in der Erdbrücke vor dem Osttor erfasst worden, was ebenso wie die Existenz einer Staumöglichkeit und eines Überlaufs gegen eine Interpretation des Grabens als reiner Abwassergraben spricht. Vielmehr scheint er zumindest in seinem östlichen Abschnitt auch der Zuführung von Brauchwasser gedient zu haben, das bei Bedarf aufgestaut und in den Nord-Süd verlaufenden Graben umgeleitet werden konnte. Eine Einschnürung verweist dort auf eine mögliche Wasserentnahmestelle, die vielleicht mit der Keramikproduktion im nahegelegenen Gebäude 2 c zusammenhing.

Graben

Ein im Nordosten auf einer Länge von 32,5 m nachgewiesenes flaches Gräbchen könnte in Form einer ursprünglich hölzernen Deuchelleitung ebenfalls der Wasserzufuhr gedient haben. Kurze, in Waldgirmes nur als Erdverfärbungen erhaltene Querstücke lassen sich gut mit den hölzernen Kupplungsblöcken einer solchen Wasserleitung aus Oberwinterthur vergleichen. Die Existenz einer Frischwasserleitung wird zudem durch das Bruchstück eines Bleirohres belegt.

Bleirohr

Der bisher einzige Brunnen wurde 2005 im Südwesten der Anlage ergraben. Er besaß eine Größe von 1,2 x 1,2 m und war knapp 8 m tief. Im Grundwasserbereich waren die untersten vier Bohlenlagen des in Kastenbauweise errichteten Brunnens noch erhalten. Die in diesem Jahr geborgenen Bauhölzer des Brunnens wurden im Winter 4 auf 3 v. Chr. geschlagen.

Brunnenreste

Weiter

INFORMATION

VERÖFFENTLICHUNG

VEREIN

Stand vom: 19.02.2009

CSS ist valide!

Valid XHTML 1.0 Strict

Förderverein Römisches Forum Waldgirmes e.V. - 35633 Lahnau - Georg-Ohm-Str. 2