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Kaserne

Eine Besonderheit stellen die beiden Gebäude 20 und 21 im Westen der Anlage dar. Es handelt sich bei diesen beiden Bauten warscheinlich um eine Mannschaftsbaracke mit abgesetztem Kopfbau südlich der Straße. Die Breite des Mannschaftsteils entspricht exakt den Doppelbaracken aus Oberaden, Dangstetten und Rödgen. Der Kopfbau wurde unverbrannt abgebrochen, während der Mannschaftsteil bis zum Brand der Anlage stehen blieb. Nach Abbruch des Kopfbaus blieb das Areal jedoch durch einen Zaun oder eine Palisade von den weiter im Süden gelegenen Teilen der Siedlung abgetrennt. Die frühe Form der Truppenunterkunft spricht für einen Bau ganz zu Beginn der Besiedlung von Waldgirmes, während das unterschiedliche Schicksal von Offiziers- und Mannschaftsteil sowie das weitgehende Fehlen von Gruben im Mannschaftsteil eine Nutzung des Baukomplexes als Truppenunterkunft während der gesamten Besiedlungsdauer unwahrscheinlich machen. Vermutlich gehört er in die Gründungsphase, in welcher Straßen und Umwehrung von Truppen angelegt wurden. Er wäre damit ein weiteres Indiz, dass das temporäre Lager im Osten der Siedlung in die Zeit nach 9 n. Chr. zu datieren ist.

Plan der Kaserne Pfostenstandspur

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Stand vom: 19.02.2009

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