Logo Augustuskopf Planausschnitt mit Gebäudegrundrissen

Innenbauten

Der Platz wurde durch zwei Straßen erschlossen. Vom Osttor führte eine durchgehende Straße bis zum Westtor, im Zentrum zweigte eine weitere Straße nach Süden ab. Nachgewiesen sind die Straßen durch in der Mitte verlaufende Wassergräben.
Die Straßen und das Gebäude im Zentrum gliedern den Innenraum in vier Teile, von denen die beiden größeren nördlichen Areale noch nicht vollständig bebaut waren. Die einzelnen Gebäudetypen und ihre Anordnung unterscheiden sich signifikant von der Innenbebauung zeitgleicher augusteischer Militärlager oder der streifenförmigen Parzellierung römischer vici. Mit Ausnahme von fünf Gebäuden bzw. Gebäudeteilen sind sämtliche bisher ergrabenen Bauten ebenso wie die Befestigung durch Brand zerstört worden.

Grabungsplan

Die Innenbebauung war auf die Straßenzüge orientiert, an der breiteren, von Osten nach Westen verlaufenden Straße besaß die Mehrzahl der bisher freigelegten Bauten Portiken. Im südöstlichen Viertel lagen die Bauten 1a-c sowie 2-4, wobei Baukomplex 2 wahrscheinlich in mindestens drei einzelne Gebäude zu unterteilen ist. Durch die Verteilung der Gebäude erhält die Bebauung des Viertels einen blockartigen Eindruck, der an die insulae städtischer Siedlungen erinnert.

Grabungsplan

Im gegenüberliegenden südwestlichen Viertel waren die Gebäude 10, 14 und 15 auf die Straße ausgerichtet, dahinter lagen die Bauten 16, 18 und 19, wobei die nördlichen Portiken der beiden Häuser 18 und 19 auf einer Höhe mit der Nordseite von Gebäude 1a-1c lagen. Der Bereich zur Straße hin war zweiphasig bebaut. Haus 20 wurde unverbrannt abgebrochen und das Areal westlich von Gebäude 15 und nördlich der Häuser 18 und 19 durch einen Zaun oder eine Palisade abgetrennt.

Grabungsplan

Weniger deutlich erscheint die Bebauungssituation in der größeren Nordhälfte. Die umfangreichsten Flächen wurden dort bisher im Nordosten untersucht und erbrachten die Bauten 5, 6, 8a, 8b, 9 und 13. Fraglich ist, ob es sich bei den unter 7 zusammengefassten Pfostenstandspuren überhaupt um ein Gebäude handelte oder nur um ein umzäuntes Materiallager bzw. einen Bauplatz. Von den übrigen sechs Gebäuden waren drei vor dem Ende der gesamten Anlage durch Brand bereits abgebrochen worden (5, 9 und 13).

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Stand vom: 19.02.2009

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