Logo Augustuskopf Grabungsteam auf dem Grabungsgelände

Die Entdeckung des römischen Stützpunktes

Erste Hinweise auf eine römische Präsenz in Waldgirmes kamen durch Frau Gerda Weller bei Feldbegehungen auf einer hochwasserfreien Terasse etwa 1300 m nÖrdlich der Lahn zu Tage. Die geborgene Keramik aus der Zeit um Christi Geburt beinhaltete sowohl handgemachte germanische als auch römische, auf der Töpferscheibe gedrehte Scherben. Im Spätherbst 1993 führte die Römisch Germanische Kommission (RGK) des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt daraufhin eine Sondergrabung durch, in deren Verlauf erste Gruben aufgedeckt wurden.
Eine geophysikalische Prospektion erbrachte im folgenden Jahr den leicht trapezoiden Umriß einer etwa 7,7 ha großen Befestigungsanlage mit abgerundeten Ecken. 1994 und 1995 unternahm die RGK im Rahmen eines Schwerpunktprogrammes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) weitere Grabungen. Die Ausgrabungen werden seit 1996 gemeinsam von der RGK und dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Abteilung Archäologische und Paläontologische Denkmalpflege durchgeführt. Die Untersuchungen werden durch die Gemeinde Lahnau, die Stadt Wetzlar, den Lahn-Dill-Kreis und den Förderverein Römisches Forum Waldgirmes e.V. unterstützt.

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Stand vom: 19.02.2009

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