Zu Besuch im Römerlager in Waldgirmes
Zum Tag des Denkmals

Von Annette Greier
Lahnau - Waldgirmes (ag). Interessiert beugen sich die Besucher des Römerlagers in Waldgirmes vor, damit sie besser sehen und hören können. Aufmerksam lauschen sie den Ausführungen von Stefanie Schmidt, die gestern im Rahmen des Tages des offenen Denkmals eine der Führungen durch die Fläche des römischen Forums in Waldgirmes leitete.
Die Studentin der Alten Geschichte in Marburg hat sich in diesem Jahr zusammen mit ihrer Studienkollegin Sarah Bäcker erstmals an den Grabungen vor Ort beteiligt. Sie waren vor allem für die Vermessungen zuständig. Neben den Grabungsleitern, Dr. Gabriele Rasbach und Dr. Armin Becker, führte auch Stefanie Schmidt Besuchergruppen, die der Tag des offenen Denkmals zum Grabungsgelände geführt hatte, durch das römische Forum.
Anhand eines Planes des Geländes erläuterte sie, wo sich die Tore und Wachtürme aber auch das Hauptgebäude befanden. Dabei bedurfte es einiger Phantasie sich vorzustellen, welche Ausmaße das Forum vor 2000 Jahren hatte.
Im Grabungsgelände selbst zeigte Schmidt, wo sich die Umwehrungsgraben befanden und wie sie aufgebaut waren. Viele Besucher waren nicht zum ersten Mal im Rahmen des Tages des offenen Denkmals am römischen Stützpunkt in Waldgirmes. Für sie ist es eine gute Möglichkeit, sich über den Fortgang der Entwicklung der Ausgrabungen zu informieren und sich auf den neuesten Stand zu bringen.
Stündliche Führungen wurden auch im Heimatmuseum in Waldgirmes durchgeführt, wo unter anderem der Geschäftsführer Erwin Schmidt die Besucher mit seinem detaillierten Wissen in vergangene Zeiten zurück versetzte.
Ergänzt wurde das Angebot zum Tag des offenen Denkmal in Lahnau durch eine Veranstaltung mit Liedern und Gesang vom Atzbacher Spielkreis in der Klosterkirche in Dorlar unter dem Motto "Hör mal im Denkmal am Wasser."